Shkodra ist die größte Stadt Nordalbaniens und der einzige Binnenmarkt in unserem Erfassungsgebiet, in dem sich die Preise für Neubauten innerhalb von vier bis fünf Jahren nahezu verdoppelt haben. Treiber ist das Angebot, nicht die Nachfrage: In den vergangenen drei Jahren wurden nur wenige Baugenehmigungen erteilt, sodass kaum neuer Bestand auf den Markt kommt. Käufer sind einheimische Familien und die nordalbanische Diaspora, mit einem montenegrinischen und kosovarischen Anteil; die ausländische Investitionsnachfrage, wie man sie von der Küste kennt, spielt hier kaum eine Rolle.
Damit ist auch die Obergrenze gesetzt. Die Löhne sind den Preisen nicht gefolgt, sodass die Zahl der Haushalte, die eine Finanzierung tragen können, gesunken ist – und Shkodra hat keine Kurzzeitvermietung, die ein schwaches Jahr abfedern könnte, wie es in Durrës oder Saranda der Fall ist. Die langfristige Vermietung ist der realistische Ertragsfall: Für eine 1+1 in Parrucë werden im Lek-Segment 163–255 € pro Monat verlangt, was bei Kaufpreisen in den Randlagen rund 3,2–4,7 % brutto entspricht – vor Kosten und Leerstand.




